Ich habe noch zwei Brüder vom Isländisches Landnahmehuhn.
Letztes Jahr habe ich die Bruteier von einer Züchterin in Deutschland geholt.
Das Isländische Landnahmehuhn wurde von den Wikinger vor rund 1100 Jahren nach Island gebracht.
Dort bildete sich ohne grosse Züchterischen Einfluss eine Rasse heraus, die sich auch heute noch weniger durch optische Norm, als vielmehr durch in der harten Wirklichkeit des isländischen Lebens geformte nützliche Eigenschaften auszeichnet: eine gute bis sehr gute und v. a. lange Legeleistung und allgemeine Robustheit des Geflügels sowie hervorragende Futtersuchereigenschaft und andere natürliche Instinkte.
Isländische Landnahmehühner sind robuste, vitale Zweinutzungshühner mit überwiegender Nutzung zur Eierproduktion. Die Legeleistung der Hennen dieser Rasse liegt bei ca. 200 Eiern im ersten Jahr. Die Eier sind von mittlerer Größe und überwiegend weißschalig bis cremefarben, sehr selten sollen (v. a. zu Beginn der Legeperiode) auch hellbeigefarbene Eier vorkommen. Isländische Landnahmehühner gelten als ausgesprochene Winterleger. Landnahmehennen legen nicht selten noch bis ins 6. Lebensjahr hinein, werden teilweise mehrmals im Jahr brütig und bleiben vital und gesund.
Das Gewicht ausgewachsener Hähne liegt zwischen 2,1 und 2,4 Kilo, die Hennen bringen es auf 1,41,6 Kilo und sind deutlich kleiner. Das Fleisch ist fest und dunkler als das herkömmlicher Hybrid-Masttiere und von hervorragendem Geschmack.
Weitere Merkmale
Isländische Landnahmehühner sind von neugierigem und freundlichem Wesen, jedoch sehr freiheitsliebend. Sie können bei entsprechender Zuwendung sehr zutraulich werden, sind jedoch von Natur aus keine zahmen Hühner.
Da sie hervorragend fliegen können, trifft man sie bei entsprechenden Möglichkeiten auch öfters hoch in Bäumen an, wo sie tagsüber der Futtersuche nachgehen, ein Sonnenbad nehmen und nachts auch gern aufbaumen, sofern man dies zulässt. Da Landnahmehühner lauffreudige Tiere und exzellente Futtersucher sind, lohnt sich ein weitläufiger Auslauf durch die beträchtliche Futterersparnis auch für den Eigentümer.
Mit räumlich beengten Lebensbedingungen kommen Isländische Landnahmehühner wiederum nur schlecht zurecht sie brauchen Platz, um ihre Stärken auszuspielen, und leiden in engen Volieren- oder Hinterhofhaltungen enorm.
Hähne und Hennen dieser Rasse sind überaus instinktsicher, was sich bei den Hähnen v. a. in deren Wachsamkeit und Mut auf offenen Flächen (Island ist vorwiegend unbewaldet) und bei den Hennen in besonders hervorzuhebenden Muttereigenschaften zeigt Isländische Landnahmehennen erbrüten und führen ihre Küken fürsorglich, selbstbewusst und achtsam, so dass man kaum jemals Verluste beklagen muss.
Hervorzuheben ist allgemein die überdurchschnittliche Vitalität dieser Landrasse, die sich neben klimatischer Robustheit und Gesundheit auch in den üblicherweise sehr guten Befruchtungs- und Schlupfraten und letztlich der Frohwüchsigkeit der Küken zeigt.
Text teilweise aus Wiki.
Bei Fragen gebe ich gerne Auskunft.
Gruss Adrian