Jean de Pontenac erbaute im Jahre 1549 das Château Haut-Brion, das bis zu seinem heutigen klassizistischen Bau, einige architektonische Trends mitgemacht hat.
Dieser Cru erhielt seinen Ritterschlag in der Klassifikation von 1855. Damals listete Kaiser Napoleon III. die besten Weine Bordeaux für die Pariser Weltausstellung. Jeder sollte sehen, dass Frankreich die Wiege der grossen Weine ist. Gemeinsam mit den Châteaux Margaux, Latour und Lafite-Rothschild erhielt er die höchste Auszeichnung zum Premier Grand Cru Classé, die er bis heute trägt. Es ist das einzige Château, das sich nicht auf der Médoc-Halbinsel, sondern vor den Stadtmauern Bordeaux im Süden befindet.
Von den 51 Hektar des Weinbergs, fallen 48 Hektar den roten Rebsorten zu. Für den Premier Cru Classé mit der ikonischen Flaschenform werden 48 Prozent Merlot, 41 Prozent Cabernet Sauvignon, 10 Prozent Cabernet Franc und 1 Prozent Petit Verdot angepflanzt. Unter dem Kies liegen facettenreichen Sedimente aus Kalk, Lehm, Sand und Muschelkalk (Falun). Ein Paradies für die Wurzeln dieser Premium-Cuvée, deren Trauben alle per Hand gelesen werden.
Neunmal erhielt Haut-Brion die begehrten 100 Punkte des Weinkritikers Robert Parker. Von 1945 über den famosen 2009er bis zum 2020er, der bereits jetzt die volle Punktzahl erhielt. Nur Château Petrus konnte noch zwei weitere Male diese Höchstzahl erringen.
Seit 1935 im Besitz der Dillon-Familie, steht dem Château nunmehr Prinz Robert von Luxemburg, ein Urenkel Dillons, vor. Jean Delmas konnte als einer der besten Önologen für das Haus gewonnen werden. Im Barrique-Ausbau von sagenhaften 30 Monaten erhält der Haut-Brion Premier Grand Cru Classé sein distinktives Merkmal von frühreifer Opulenz und gleichzeitiger Lagerfähigkeit.
Die zwei Flaschen sind in sehr gutem Zustand. (siehe Foto). Stets fachgerecht gelagert.
René Gabriel beschreibt den Jahrgang 1994 wie folgt:
13: Mittleres Granat, dezent ziegelroter Rand. Pfeffriger Beginn, Rauchnuancen, Zedernduft, schwarze Beeren, ein geniales, facettenreiches Pessac-Bouquet zeigend, nicht so tief wie die ganz grossen Jahrgänge, aber es ist vieles davon da. Im Gaumen recht fein, gibt sich erstaunlich zugänglich, nachdem er sehr lange fast unnahbar war, feine Tannine und mehr Finessen, als man es sonst einem 1994er zumuten würde. Das ist halt Haut-Brion. Vom Preis her eine Auktions-Kauf-Affäre. Drei Stunden dekantieren. 17: ..Fast kein Depot beim Dekantieren. Die Farbe hätte ich etwas dunkler erwartet. Aufhellendes, leuchtendes Granat, feine Reife am Rand. Delikates Bouquet, man muss dem Wein entgegengehen, denn das Nasenbild wirkt zu Beginn eher diskret. Im zweiten Ansatz, Lakritze, Zedernholz, dunkles Pfeifentabak, Cabernetwürze. Im Gaumen wirkt der Wein eleganter als bei früheren Kontakten, also scheinen die Tannine nachgereift zu sein und wirken jetzt milder, respektive passender zu dem doch eher eleganten, mittelgewichtigen Körperbau. Ein sehr langer Wein der dann doch noch recht viel Haut-Brion-Reflektionen dokumentiert. In seine Jugendhoffnungsphase taxierte ich ihn noch mit 19/20. Ich denke er ist auch mit der neuen Wertung immer noch gut bedient: (18/20).
Trinkreife - 2040
Bewertung 19 bzw. 18/20
Füllniveau, Kapseln und Etiketten sind einwandfrei.
Im Handel kostet eine Flasche Château Haut Brion 1994 0.75 l zurzeit im Durchschnitt 371.- Fr. (vgl. Wine-Searcher). Hier bezahlen Sie pro Flasche 280.- Fr.
Sie erhalten exakt die zwei abgebildeten Flaschen für insgesamt 560.- Fr.
Seit dem Kauf lagern die zwei Flaschen in einem klimatisierten Weinkeller im Grossraum Bern. Ich kann keine Garantie betr. Trinkgenuss bei einem so alten Jahrgang (1994) geben. Es handelt sich um einen Privatverkauf. Der Wein wird Ihnen nach Vorauszahlung (auch via TWINT) per Post (Postpac economy + signature + fragile) für 22.- Fr. umgehend zustellt. Sie können den Wein aber auch in Bern abholen und direkt bar bezahlen.
Keine Nachverhandlungen betreffend Preis!
Kein Weinversand ins Ausland!