Ein Uschebti, auch Schabti, Schawabti, ist in der Archäologie des alten Ägypten eine Statuette, häufig in Gestalt einer Mumie, welche seit dem Mittleren Reich (ca. 2137-1781 v. Chr.
11. bis 12. Dynastie ) einen Verstorbenen verkörpert.
Uschebtis wurden mit in das Grab gelegt, konnten aber auch an helligen Orten deponiert werden, wodurch der Verstorbene oder eine Person symbolisch an diesem Ort anwesend sein konnte. So etwa besagte Uschebtifigur des Kenamun, die im Tempel aufgestellt war, um die Arbeitsbefreiung an heiliger Stätte zu dokumentieren". Vor allem vom Ende der 17. und vom Beginn der 18. Dynastie (ca.
1550-1070 v. Chr ) stammen zahlreiche grobe aus Holz geschnittene Uschebtis (stick shabtis), die meist nur eine kurze Inschrift tragen. Sie wurden von Freunden und Familienmitgliedern an den Grabkapellen deponiert. So konnten sie symbolisch dem Verstorbenen nahe sein.
Info:
Sie waren häufig mit dem Namen des betreffenden Toten versehen, um während des Totengerichts beim Aufrufen seines Namens für ihn zu antworten und als dessen Stellvertreter zu dienen. Wurde der Verstorbene nun im Jenseits zum Beispiel dazu aufgerufen, die Felder zu besäen oder die Kanäle mit Wasser zu füllen, so sollte der Uschebti antworten:
O ihr Uschebti, wenn ich verpflichtet werde, irgendwelche Arbeit zu leisten, die dort im Totenreich geleistet wird wenn nämlich ein Mann dort zu seiner (Arbeits)leistung verurteilt wird , dann verpflichte du dich (zu) dem, was dort getan wird, um die Felder zu bestellen und die Ufer zu bewässern, um den Sand (Dünger) des Ostens und des Westens überzufahren. Ich will es tun. Hier bin ich sollst du sagen. (6. Kapitel des Totenbuches)
Titel im Alten Ägypten: prt m hrw.
Sammlung. Erbschaft.
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Masse B x H x Tiefe : ca. 15 × 48 x 12 mm